Mut machen, an den Gott zu glauben, für den kein Ding unmöglich ist - Pfarrer Detlef Schneider nach 36 Jahren Dienst in den Ruhestand verabschiedet

Trier – Nach 36 Jahren im Dienst der Evangelischen Kirche im Rheinland wurde am Samstag, 10. Januar 2026, Pfarrer Detlef Schneider im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes im Caspar-Olevian-Saal in Trier in den Ruhestand verabschiedet. Dr. Jörg Weber, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier, dankte Schneider in seiner Ansprache anlässlich der Verabschiedung für seinen langjährigen Dienst und betonte: „Insgesamt 36 Jahre Dienst in der Kirche sind ein langer Berufsweg. Unterschiedliche Stationen haben verschiedene Erfahrungen und die jeweiligen Besonderheiten mit sich gebracht, auf die Sie sich einstellen mussten. Diese Herausforderungen haben Sie angenommen und den schönen Beruf des Pfarrers ausgeübt.“

Zuletzt war Schneider im Kirchenkreis Trier in einem nicht-stellengebundenen Auftrag für Vertretungsdienste in den Kirchengemeinden Trier und Ehrang tätig, davor führte ihn sein beruflicher Weg von Wuppertal über Bonn, Köln und Essen nach Tönisheide in Velbert im Kreis Mettmann. Und dann eben nach Trier im Süden der rheinischen Landeskirche. „Es war eine besondere Herausforderung, nach vielen Jahren Dienst noch einmal in einem völlig anderen Kontext tätig zu werden“, machte Weber deutlich.

Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir
Der Superintendent verwies in seiner Ansprache auch auf Verse aus Psalm 139, nach dieser langen Zeit im Dienst drücken diese aus, was „für Sie gelten mag in der kommenden Zeit“: „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch, ich kann sie nicht begreifen.“
Die Nähe und Unbegreiflichkeit Gottes, das Geborgensein in seiner Hand und gleichzeitig das Nicht-Begreifen-Können dieser Erfahrung, das gehöre auch zu den Herausforderungen des Berufs als Pfarrer, denen sich Schneider in Seelsorge, Verkündigung, bei Taufen, Trauungen, Beerdigungen, Begleitung von jungen und alten Menschen all die Jahre gestellt habe.

Wunderbar und zuweilen unbegreiflich – aber Gott sei bei den Menschen und für sie da. „Und oft genug weisen uns die Zeichen Gottes den Weg durch unser Leben, Gott sei Dank!“, so Weber. Dies gelte aber insbesondere nun auch für die kommende Zeit: „Gott möge Sie jetzt auch im Ruhestand begleiten, wie immer Ihre Pläne für die nächsten Jahre aussehen mögen. Gott möge seine Hand über Sie halten und ich wünsche Ihnen die Erfahrung, dass das wunderbar und unbegreiflich zugleich ist“, so Weber abschließend.

Nach 36 Jahren Dienst in der Evangelischen Kirche im Rheinland wurde Pfarrer Detlef Schneider (l.) durch Superintendent Dr. Jörg Weber in den Ruhestand verabschiedet.
Zur Person: Pfarrer Detlef Schneider
Den in Wuppertal geborenen Schneider führte sein Berufsweg nach dem Theologiestudium in Wuppertal, Bonn und Tübingen zunächst zu Vikariat und Hilfsdienst nach Bonn. Anschließend war Schneider in Köln insgesamt zehn Jahre im so genannten Sonderdienst in der Kinder- und Jugendarbeit in Köln-Neubrück sowie in der Arbeit mit jungen Familien in Köln-Weiden tätig, 1998 gehörte zudem die Arbeit mit Aussiedlern in Köln-Nord (Übergangswohnheime) zu seinem Auftrag.
2002 wurde er in die Einzelpfarrstelle der Versöhnungskirchengemeinde Essen-Rüttenscheid gewählt. Nach der Zeit in Essen folgten zehn Jahre, von 2012 bis 2023, in der Kirchengemeinde Tönisheide, als Pfarrer mit besonderem Auftrag und mit Vertretungsaufgaben im Kirchenkreis Niederberg und zur Entlastung des Assessors.

Daran anschließend übernahm Schneider im Januar 2024 für zwei Jahre im Evangelischen Kirchenkreis Trier einen nicht-stellengebundenen Auftrag für Vertretungsdienste, ein Schwerpunkt in seiner Trierer Zeit war unter anderem die Gestaltung von Gottesdiensten in Seniorenheimen in Trier und Bitburg.

Für Schneider selbst war in all diesen Jahren besonders wichtig, dass die Menschen ihre Kirchengemeinde als Heimat erfahren, als ein Ort der Gemeinschaft und Raum der Verkündigung. Sein Anliegen war es immer, „Mut zu machen, an den Gott zu glauben, für den kein Ding unmöglich ist“.
  • 19.01.2026
  • EKKT Öffentlichkeitsarbeit
  • Red